So richtig können wir ja immer noch nicht glauben, dass wir wirklich mit Salz handeln. Aber es gibt immer wieder motivierende Momente, wo man plötzlich denkt “wow, es geht los”. Die ersten 25kg Salz im Juni. Die fertige Website und die ersten Bestellungen. Das erste, fertig abgepackte Kilo. Heute war wieder so ein Moment: die ersten 20 Pakete sind raus! Heute und morgen verschicken wir erstmal an Kunden, die mehrere Kilos bestellt haben oder im Ausland wohnen.
Was mich auch zu unserem ersten großen Fehler bringt: um bei Hermes einen Preis zu bekommen, bei dem für uns noch was übrig bleibt, dürfen unsere Pakete nicht größer als längste + kürzeste Seite = 30cm sein. Leider sind die von uns bestellten Pakete genau einen halben Zentimeter zu groß. Wir hatten zwar zu den angegebenen Innenmaßen eine unserer Meinung nach großzügige Marge hinzugerechnet – aber leider nicht genug. Nun sind Versandkartons aber normiert, oder zumindest bieten alle Hersteller eine Auswahl von Standardmaßen an. Es gibt beispielsweise 5cm oder 10cm Höhe, aber nicht die 8cm, die wir brauchen. Die Paketgrößen bei Hermes wiederum sind für diese Maße immer ein paar Millimeter zu klein. Das ist entweder dumm oder klug und böse. Immerhin haben wir nun jemanden gefunden, der uns maßgeschneiderte Pappkartons verkauft, und das sogar noch günstiger als bei den großen Anbietern. Einen Tag nachdem diese hier sind, geht dann auch endlich das Fleur de Sel an unsere Kunden.
Das bringt uns zu unserem zweiten, wesentlich größeren Fehler: anfangs hatten wir auf der Website den Oktober als Liefertermin angegeben. Das ist das Konzept: man bestellt früh, zahlt Vorkasse und weil wir dann nur einmal einkaufen und nur kurz lagern müssen und keine Kapitalkosten haben, können wir den günstigen Preis anbieten. Leider wurden wir zu optimistisch, als wir aus Guérande gute Nachrichten bekamen. Wir gaben dann Anfang September als Versandtermin an. Die Lieferung aus Frankreich verzögerte sich dann eine Woche, und die Kartons warfen uns eine weitere zurück. Und die Kunden, die in dieser Zeit bestellt hatten, ärgern sich natürlich auch – zu Recht.
Immerhin hat das Warten bald ein Ende. Ein Kunde, der auf sein Bitten hin sein Fleur de Sel schon letzte Woche bekam – ohne Etikett und in einem wirklich ungeeigneten Umschlag als Versandverpackung – bringt mich zurück zu dem was zählt: richtig gutem Salz:
Das Salz ist am Samstag vor Ort gewesen, ich konnte es also benutzen. Es ist ein wirklich außergewöhnliches Salz. Besonders sanft, fast schon cremig! Meine Gäste wussten dies auch zu schätzen. Sobald die neue Ernte da ist, hätte ich gerne ein weiteres Kilo. Ich werde Sie weiterempfehlen.
A.A., Neuwied

